Samstag, 21. Februar 2009

ein alter post..jetzt neugeboren

ich kann hören, wie die zeiger der alten uhr in der küche den takt des eingeschlafenen lebens abmessen. es ist mitten in der nacht. wie können sie nur! die zeit fesseln, einteilen, nacheinanderreihen wie kästchen. es ist so was wildes und großes wie die zeit. es ist halb zwei. zu spät um auszugehen, zu früh einzuschlafen.
ich war froh, dann böse, dann traurig und glücklich und dann wütend. worte haben das geändert. diese worte, die gern mit mir im schatten spielen und die mir nichts bedeuten. was ist an ihnen so markant? ist ihr geheimnis hohl. ich wende mich von euch ab, wörter. ich will anfassen, lecken und einatmen und schmecken. da ist die grenze. vor mir, in mir, um mich herum. ich kann ihr nicht entkommen. meine augen schliessen sich automatisch. meine füsse wollen gehen, meine hand will schreiben...

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